Der Neue Tielke
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Die Zupfinstrumente

Aus Joachim Tielkes Werkstatt sind sehr unterschiedliche Arten von Zupfinstrumenten gekommen: Lauten, Gitarren und Hamburger Cithrinchen.

Innerhalb der Lautenfamilie sind bei Tielke drei Arten von Instrumenten zu finden: Mandoren, (klassische) Lauten und Angéliques. Mandoren werden erstmals in unserer Publikation nachgewiesen. Die heute als Theorben erscheinenden Instrumente sind alle zuvor Lauten oder Angéliques gewesen; Hinweise auf ursprünglich als Theorben gebaute Instrumente haben wir nicht finden können.

Gitarren gibt es bei Tielke in drei Größen: als Terzgitarren, als solche in normaler Größe und als Gitarren in Basslage.

Eine Darstellung eines Hamburger Cithrinchens findet sich zum allerersten Mal auf der Rückseite des Wirbelkastens der frühesten Viola da gamba von Joachim Tielke aus dem Jahr 1669 (TieWV 1). Das älteste erhaltene Instrument dieses Typs datiert von 1676 (TieWV 13), das jüngste aus der Gesamtzahl von acht Cithrinchen stammt von 1688 (TieWV 50). Eine Besonderheit dieses Instrumententyps ist der Saitenhalter: Der darauf ausgeübte wechselnde Druck erzeugte eine Bebung (Vibrato); diese konnte auch im Notenbild einer Cithrinchenstimme gefunden werden. Nur an einem einzigen Instrument Tielkes (TieWV 49) ist der Saitenhalter überliefert, er findet sich aber an Instrumenten derselben Art aus anderen Werkstätten der Zeit.

   


 Stand Juli 2013  ·   © Impressum