Der Neue Tielke
Rezensionen
Errata
Addenda
Vita J. Tielke
Die Instrumente
Zupfinstrumente
Streichinstrumente
Streichbögen
Dekor
Fleischer, Goldt, Kopp
Nachahmungen
Immer noch gesucht
Kontakt
english version

Nachahmungen

Das Signum "Tielke", "Joachim Tielke" oder "Joach.Tielke-Laute" verwendete der Schönecker Geigenmacher und Fabrikant Franz Otto Windisch; auch das W in seinem Signet ist seine Marke. Windisch wurde am 3.1.1866 in Schilbach (bei Schöneck) geboren und starb am 28.5.1935 in Schilbach. Den Geigenbau hat er bei Wenzel Himmer, Schöneck, gelernt. Zeitweise hat er in Markneukirchen bei der Firma "Gläsel & Herwig" gearbeitet. Die Gründung eines eigenen Geschäfts erfolgte 1886 in Schilbach. Im Jahre 1903 eröffnete er eine Filiale in Schöneck, die bald zum Hauptunternehmen wurde. Gefertigt wurden vor allem Streich- und Zupfinstrumente, aber auch Sonderformen (Tanzmeistergeigen, Stelzner-Instrumente u.s.w.). Windisch handelte zudem mit alten Meisterinstrumenten, Tonholz und mechanischen Musikinstrumenten. Die Firma erlangte Weltruhm. Sein Sohn Johannes (geb.1903) übernahm 1935 die Firma, die 1973 dem VEB "Sinfonia" Markneukirchen angegliedert wurde. Franz Otto Windisch's Bruder und Schüler, Paul Windisch (geb.1876) wurde ab 1898 Teilhaber der Firma.

Auf einer Reihe dieser Instrumente findet sich die Abkürzung "DRGM", Deutsches Reichsgebrauchsmuster. Dieses ist ein dem Patent ähnlicher Schutz, der für Gegenstände (nicht für Verfahren) erteilt werden konnte. Eingeführt wurde der Gebrauchsmusterschutz nach der Reichsgründung, also nach 1871, er endete mit dem Ende des Deutschen Reiches 1945.

Diese "Joach.Tielke-Lauten" sind eigentlich Gitarren in einer der Laute nachempfundenen Form. Ihr Wert ist heute gering, eine Orientierung dazu findet sich immer wieder in Internetauktionen.

.

   


Stand Juli 2013  ·   © Impressum